Über den Verband

Der Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V. (QKE) ist als Dachverband anwendungsbezogen tätiger Gütegemeinschaften bereits seit fünf Jahrzehnten für die Koordination und Organisation der Gütesicherung zahlreicher marktführender Kunststofferzeugnisse verantwortlich.


 

Erklärtes Ziel der Kunststoffindustrie bei der Gründung des QKE war es, die mit der Festlegung strenger Qualitätskriterien verbundene Marktdurchdringung neuartiger Kunststoffprodukte zu erleichtern und abzusichern.
Bereits zu Beginn der sechziger Jahre eroberten Konsumgüter aus thermoplastischen Kunststoffen, dank ihrer praktischen Anwendungsmöglichkeiten, den häuslichen Bereich. Eimer, Wannen, Haushaltsbehältnisse und andere praktische Bedarfsartikel leisteten damals Pionierarbeit bei der Einführung heute sehr wichtiger Kunststoffprodukte und Ersetzung der bis dahin marktbeherrschenden Produktreihen vornehmlich aus metallischen und keramischen Werkstoffen. Zwar spielte das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis nach Einführung der großtechnischen Massenproduktion eine wichtige Rolle, entscheidend waren jedoch die anwendungsbezogenen Vorteile des modernen Materials.

Nach ihrer ersten Bewährung im Konsumbereich eroberten anschließend viele im Hoch- und Tiefbau eingesetzte Bauelemente (Rohre, Bauprofile und Dämmmaterialien), später dann Produkte der Transport- und Lagertechnik (Flaschenkasten, großdimensionierte Fässer und Container sowie Mülltonnen), den Markt. Es folgten Produkte der Maschinen- und Elektrotechnik, der Fahrzeugindustrie und, mengenmäßig nicht uninteressant, Produkte der Verpackungsindustrie.

 

Ende der siebziger Jahre kam mit den in Deutschland entwickelten Kunststoff-Fensterprofilsystemen eine Produktgruppe zum Einsatz, die von der Verarbeitungsmenge und angesichts ihrer ökonomischen Bedeutung heute zu den wichtigsten gütegesicherten Kunststoffprodukten zählen dürfte, die der QKE betreut.

 

Zur Kennzeichnung dieser RAL-gütegesicherten Kunststoffprodukte verwendet der Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V. als rechtlich verantwortlicher Zeichenträger seit nunmehr 50 Jahren das international geschützte K-Zeichen als verbandliche Kollektiv- bzw. Qualitätsmarke. Die einzelnen Gütegemeinschaften führen dieses RAL-Gütezeichen teils mit unterschiedlichen Umschriften oder können zusätzliche Branchenzeichen als Ausweis der von ihnen überwachten und gütegesicherten Kunststoffprodukte führen.

 

Die dem Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V. angehörenden Gütegemeinschaften erarbeiten unter Mitwirkung des Dachverbandes ihre vom RAL - Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. - anerkannten Güte- und Prüfbestimmungen selbstverantwortlich und überwachen deren Einhaltung.

 

Der Erfolg des Qualitätsverbandes Kunststofferzeugnisse e.V. liegt in der engen Zusammenarbeit von Rohstoffherstellern und Kunststoffverarbeitern, die in freiwilliger Selbstverantwortung nicht nur Qualitätsmaßstäbe festlegen, sondern darüber hinaus für die konsequente Überwachung der gütegesicherten Kunststoffprodukte mit Hilfe unabhängiger Materialprüfanstalten, also eines neutralen Überwachungssystems, Verantwortung übernehmen. Denn anders als unverbindliche werbliche PR-Aussagen, enthalten die vom Qualitätsverband autorisierten RAL-Güte- und Prüfbestimmungen bindende Qualitätsstandards, zu deren strikter Einhaltung die zeichentragenden Mitgliedsfirmen verpflichtet sind.