Aufgaben und Projekte

Aufgaben
Zu den Aufgaben des Qualitätsverbandes gehört es, die Entwicklungen des für Kunststofferzeugnisse relevanten Normungswesens durch Teilnahme an branchenrelevanten Arbeitskreisen auf nationaler und internationaler Ebene, d.h. im DIN und CEN, zu begleiten.


Projekte
Zu den wichtigsten Projekten der letzten Jahre gehören zweifelsfrei die Ausarbeitung branchenspezifischer Lösungen wie die Erstellung einer Verbands-EPD (Umweltproduktdeklaration) für Kunststoff-Fenster oder die Errichtung eines Mehrwegtransportsystems für Langgutkassetten.



Die Branchen-EPD – unser Beitrag für eine nachhaltige Gebäudezertifizierung

Die Umweltproduktdeklaration (EPD, Typ III Deklaration) nach ISO 14025 ist eine zentrale Informationsgrundlage für die Abschätzung der Umweltwirkung eines Produktes. Sie wird daher oft für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden gefordert, auch um Gesundheits- und Behaglichkeitsaspekten sowie Lebenszykluskosten darzulegen.
Bereits 2011 wurde die erste Verbandsdeklaration für 2-fach verglaste Kunststoff-Fenster vorgelegt. Diese wurde mittlerweile revidiert und zusammen mit der EPD für Fenster mit 3-Scheiben-Isolierverglasung durch das Institut Bauen und Umwelt IBU verifiziert und veröffentlicht. Ein Abruf als pdf-Datei ist unter den folgenden Links möglich:

Opens external link in new windowEPD Fenster 1,23 x 1,48 m mit Doppelverglasung; Ausgabe 2016
Opens external link in new windowEPD windows 1.23 x 1.48 m with insulated double-glazing; edition 2014

Opens external link in new windowEPD Fenster 1,23 x 1,48 m mit Dreifachverglasung; Ausgabe 2016
Opens external link in new windowEPD windows 1.23 x 1.48 m with insulated triple-glazing; edition 2014

 



Mehrwegsystem für die Transportbehälter der Profile

Kunststofffensterprofile werden gewöhnlich vom Hersteller zum Fensterbaubetrieb auf Mehrwegpaletten aus Stahl transportiert. Das ist wenig Aufsehen erregend. Wenn die Paletten aber nur zögerlich zurückgeführt werden, entwickeln sie sich - ökonomisch wie ökologisch - zum „Sorgenkind“.  Dann sind jedes Jahr knappe Ressourcen aufzuwenden und hohe Ersatzinvestitionen notwendig, um abhanden gekommene Bestände auszugleichen.
Der QKE hat dieses Thema als Branchenproblem erkannt und reagiert. Gemeinsam mit dem Expertenkreis „Mehrwegtransportsystem“ wurde ein Verbandskonzept auf Basis einer Mietberechnung erarbeitet, das seit Anfang 2013 dazu beiträgt, die Rückführung der Stahlkassetten sicherzustellen und zu beschleunigen. Damit werden nicht nur die Forderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfüllt sondern schlussendlich auch ein Beitrag zu ressourceneffizienter Produktion geleistet. Für den Fensterbauer war dies übrigens nichts Neues, denn die Flachglasindustrie hatte ein vergleichbares System bereits mit Erfolg eingeführt.

Wie funktioniert das System?  Jedes Mal, wenn eine Stahlkassette den Profilhersteller verlässt, wird sie dem Kunden belastet. Aber nicht für jede belastete Kassette ist auch tatsächlich Miete fällig. Denn abhängig vom Umsatz und unter Berücksichtigung eines 50%-igen Puffers zur Abdeckung von beispielsweise saisonalen Schwankungen steht dem Kunden auch ein mietfreier Bestand an Mehrwegpaletten zur Verfügung. Erst wenn dieser ausgeschöpft ist, muss der Kunde für jede belastete Stahlkassette 9 Euro pro Stück und Monat aufbringen.

Zur Information der Fensterbaubetriebe hat der Verband einen Flyer auf deutsch, englisch, französisch und italienisch aufgelegt, der als Druckexemplar bei der  Geschäftsstelle angefordert oder als pdf-Datei hier heruntergeladen werden kann:
Flyer in   ⇒  deutsch     ⇒ englisch      ⇒ französisch      ⇒ italienisch